Der VW T-Roc gehört seit Jahren zu den absoluten Bestsellern auf deutschen Straßen. Mit dem neuen Modelljahr rückt das kompakte SUV technisch und optisch noch dichter an seinen großen Bruder, den Tiguan, heran. Der preisliche Einstieg liegt bei 30.845 € für die Trend-Ausstattung. Wer sich jedoch für die sportliche R-Line entscheidet, wie sie in unserem Testwagen vorliegt, landet schnell bei rund 49.195 €. Das Fahrzeug ist in der Länge deutlich gewachsen und misst nun 4,37 Meter, was ein Plus von 13 cm gegenüber dem Vorgänger bedeutet. Auch der Radstand wurde um 4 cm auf 2,63 Meter verlängert, während die Breite minimal auf 1,83 Meter anstieg. Trotz des Zuwachses bleibt der T-Roc mit einem Wendekreis von 11,1 Metern äußerst handlich und ideal für den urbanen Raum geeignet. Besonders auffällig in der neuen Generation: Das beleuchtete VW-Logo an Front und Heck sowie die durchgehende LED-Lichtleiste, die dem Wagen einen modernen Anstrich verleihen.
Fahreindruck
Auf der Straße überzeugt der neue T-Roc durch eine Reife, die man sonst eher aus höheren Fahrzeugklassen kennt. Das optionale DCC-Fahrwerk (adaptive Dämpfer) ist hierbei ein echtes Highlight: Im Komfort-Modus gleitet das SUV sanft über Bodenwellen, während der Sport-Modus das Fahrwerk spürbar strafft und jede Unebenheit präzise rückmeldet. Die Geräuschdämmung ist hervorragend; selbst bei Geschwindigkeiten um die 170 km/h bleibt es im Innenraum angenehm leise, was in dieser Fahrzeugklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Die Assistenzsysteme, allen voran der Travel Assist, arbeiten auf Level-2-Niveau extrem zuverlässig. Dank vorausschauender Verkehrszeichenerkennung bremst der Wagen sanft vor Tempolimits oder engen Kurven ab. Das 7-Gang-DSG-Getriebe harmoniert sehr gut mit der elektrischen Unterstützung des Mild-Hybrid-Systems und ermöglicht ein butterweiches Anfahrverhalten.
Platzangebot
Der Zuwachs in der Länge und im Radstand macht sich im Innenraum deutlich bemerkbar. Im Fond genießen Passagiere nun eine Beinfreiheit, die selbst für Personen bis 1,90 m Körpergröße absolut ausreichend ist. Auch die Kopffreiheit ist trotz der leicht gesunkenen Fahrzeughöhe weiterhin sehr gut. Ein echter Gewinn ist der gewachsene Kofferraum: Mit 475 Litern (bei aufrechter Rückbank) bietet er 30 Liter mehr als der Vorgänger. Klappt man die Sitze um, entsteht ein Ladevolumen von 1.350 Litern. Dank des praktischen 40:20:40-Splits der Rückbank lassen sich lange Gegenstände wie Skier problemlos durchladen, während außen noch zwei Passagiere sitzen können. Die Ladefläche ist zudem weitgehend eben, was das Beladen massiv erleichtert.





Innenraum
Im Interieur hat VW die Kritik am Vorgänger ernst genommen und die Materialqualität spürbar angehoben. Weich unterschäumte Oberflächen an den Türen und dem Armaturenbrett sorgen für ein wertigeres Gefühl. Das Zentrum bildet das neue 12,9-Zoll-Infotainmentsystem, das nun deutlich flüssiger läuft und Wireless Apple CarPlay sowie Android Auto unterstützt. Ein cleveres Detail ist die gekühlte induktive Ladefläche für Smartphones, die durch ein kleines Schwimmbad-Symbol gekennzeichnet ist. Statt eines klassischen Ganghebels gibt es nun einen Wahlschalter an der Lenksäule, was Platz in der Mittelkonsole schafft. Hier findet sich nun ein Drehregler mit integriertem Display für die Lautstärke oder die Wahl der Fahrmodi. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt die Integration des digitalen Cockpits, dessen Rahmen für moderne Standards etwas dick geraten ist.
Motorvarianten und Ladetechnik
Zum Marktstart setzt VW beim T-Roc ausschließlich auf effiziente Mild-Hybrid-Antriebe (eTSI). Den Einstieg bildet der 1,5-Liter-eTSI mit 116 PS. Wir hatten die stärkere Variante mit 150 PS und 250 Nm Drehmoment im Test. Dank der 48-Volt-Unterstützung (19 PS Boost) ist der Wagen überraschend sparsam: Im Alltag sind Verbräuche zwischen 5 und 6 Litern absolut realistisch. Besonders beeindruckend ist der Segelmodus, bei dem sich der Verbrennungsmotor während der Fahrt komplett ausschaltet, um Kraftstoff zu sparen. Für Ende 2026 ist zudem ein 2,0-Liter-eTSI mit 204 PS und 4Motion-Allradantrieb angekündigt. Ein klassischer Diesel (TDI) ist nach aktuellem Stand nicht mehr vorgesehen, was die Transformation zur Hybrid-Marke unterstreicht.
Fazit
Der neue VW T-Roc (2026) ist erwachsener geworden. Er bietet mehr Platz, eine deutlich bessere Materialqualität und modernste Assistenzsysteme, die ihn zum idealen Begleiter für Stadt und Langstrecke machen. Zwar ist der Preis mit fast 50.000 € in der Vollausstattung stattlich, doch man erhält dafür ein technisch ausgereiftes Fahrzeug, das beim Verbrauch und Fahrkomfort voll überzeugt. Wer ein kompaktes SUV sucht, das keine echten Schwächen zeigt und sich fast wie ein Tiguan fährt, kommt am T-Roc nicht vorbei. Er bleibt die Benchmark in seinem Segment, auch wenn die Konkurrenz preislich oft attraktiver startet.
Der Autor
Autos begleiten mich nicht nur – sie prägen mich. Schon früh hat sich bei mir eine tiefe Begeisterung für alles entwickelt, was vier Räder hat. Diese Leidenschaft geht weit über den Alltag hinaus: Motorsport ist ein fester Bestandteil meines Lebens, genauso wie die Faszination für unterschiedlichste Fahrzeugkonzepte – vom kompromisslosen Sportwagen bis hin zum durchdachten Alltagsauto.
Über die Jahre habe ich mir durch zahlreiche Testberichte und praktische Erfahrungen ein fundiertes Verständnis für Fahrzeuge erarbeitet. Ich durfte viele Autos nicht nur kurz bewegen, sondern sie wirklich kennenlernen – auf der Straße, im Alltag und in unterschiedlichsten Situationen. Genau dieser Erfahrungsschatz fließt in meine Inhalte ein.
Danke, dass Ihr meine Leidenschaft teilt und Euch die Zeit nehmt, meine Inhalte zu verfolgen.
Mail: Kontakt@nonstopdriving.eu
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