Mit der Vorstellung der fünften Generation des Audi A6 allroad untermauert die Ingolstädter Premiummarke pünktlich zum Marktstart im Sommer 2026 den Status ihrer Offroad-Kombi-Ikone. Mit einer 27-jährigen Tradition, präsentiert sich der A6 Allroad das erstmal in einem markanten Breitbau. Die Karosserie wurde im Vergleich zum klassischen A6 Avant um stolze 111 Millimeter verbreitert und misst nun stattliche 1.986 Millimeter in der Breite (2.099 mm inklusive Außenspiegeln). Mit einer Gesamtlänge von 5.016 Millimeter, einer Höhe von 1.479 bis 1.508 Millimetern und einem Radstand von 2,93 Metern besitzt der Allrounder imposante Proportionen auf Oberklasse-Niveau.
Das Design kombiniert eine sportlich-elegante Dachlinie im oberen Bereich mit robusten, funktionalen Schutzelementen im unteren Karosseriedrittel. Allroad-spezifische Hexagon-Strukturen im Singleframe-Grill, funktionale Luftauslässe hinter den Vorderrädern sowie ein markanter Unterfahrschutz betonen den Abenteuer-Charakter. Der neue Audi A6 allroad ist ab dem 18. Juni 2026 bestellbar und wird ab Herbst dieses Jahres ausgeliefert. Der Grundpreis für den V6-Diesel startet bei 77.250 Euro, während der erstmals angebotene Plug-in-Hybrid ab 80.250 Euro in den Preislisten steht. Kunden können zwischen acht Metallic-Lackierungen – darunter Madeirabraun, Mitternachtsgrün oder Plateaugrau – und der Uni-Basislackierung Arkonaweiß wählen.
Das Fahrverhalten des neuen Audi A6 allroad ist auf maximale Souveränität in jedem Gelände ausgelegt. Das serienmäßig verbaute adaptive Luftfederfahrwerk deckt einen Verstellbereich von 55 Millimetern ab und bietet eine extrem weite Spreizung zwischen straffem Asphalt-Handling und hoher Geländegängigkeit. Im Vergleich zum normalen Avant liegt die Trimmlage von Haus aus um 34 Millimeter höher. Über das Audi drive select System stehen die Offroad-Modi „offroad“ und „offroad+“ zur Verfügung, die die Karosserie für unwegsames Terrain um weitere 15 Millimeter anheben und die Kennlinien von Getriebe, Dämpfern und der elektronischen Differenzialsperre gezielt für maximale Traktion auf Schotter, Sand oder Schnee anpassen. Für besonders schroffes Gefilde lässt sich über die Liftfunktion bis zu einer Geschwindigkeit von 35 km/h ein zusätzliches Plus von 20 Millimetern aktivieren. Bei sportlicher Gangart im Modus „dynamic“ oder ab einer Autobahngeschwindigkeit von 120 km/h senkt sich das Fahrzeug hingegen um 20 Millimeter ab, um den Luftwiderstand zu minimieren.
Ein großer technologischer Sprung gelingt Audi bei der Lenkung: Die Progressivlenkung wurde durch steifere Lagerungen am Torsionsstab und dem Lenkgetriebe spürbar direkter angebunden, was für eine exzellente Rückmeldung von der Straße sorgt. Die beim Plug-in-Hybrid serienmäßige und für den TDI optionale Allradlenkung verbessert den Fahrkomfort drastisch. Bei niedrigen Geschwindigkeiten bis 60 km/h schlagen die Hinterräder bis zu fünf Grad entgegengesetzt zur Vorderachse ein, wodurch sich der Wendekreis um bis zu einen Meter verkürzt. Bei höherem Tempo lenken die Hinterräder mit bis zu zwei Grad gleichsinnig ein, was Fahrspurwechsel und schnelle Kurvenpassagen extrem stabilisiert. Spezifische Anzeigen im MMI informieren den Fahrer zudem permanent über Neigungswinkel, Fahrwerkshöhe und geographische Koordinaten
Platzangebot
Dank des langen Radstands und des cleveren Raumkonzepts bietet der A6 allroad ein fürstliches Platzangebot auf allen Sitzplätzen. Das reguläre Gepäckabteil fasst beim klassischen Diesel 466 Liter und lässt sich durch das Vorklappen der im 40:20:40-Verhältnis geteilten Rückbank auf bis zu 1.497 Liter erweitern. Bedingt durch die Akkutechnologie im Unterboden schrumpft das Volumen beim e-hybrid geringfügig auf 404 bis 1.423 Liter. Das Beladen gelingt dank der serienmäßigen elektrischen Heckklappe, die sich auch per Fußgeste steuern lässt, äußerst komfortabel.
Die maximale Durchladelänge bis zu den Vordersitzen liegt bei knapp 1,80 Metern, während die Kofferraumbreite mit 105 cm das problemlose Verstauen sperriger Gegenstände erlaubt. Ein Schienensystem mit variablen Verzurrösen, ein serienmäßiges Trennnetz sowie ein optionales Fixierset mit Teleskopstange sichern die Ladung vor dem Verrutschen. Für Outdoor-Aktivitäten lässt sich das Stauvolumen über die serienmäßige Dachreling oder einen optionalen Aluminium-Dachkorb erweitern. Während der e-hybrid ordentliche 2.000 kg ziehen darf, glänzt der V6 TDI mit einer erhöhten Anhängelast von 2.500 kg (400 kg mehr als ein normaler A6 Avant) bei einer Stützlast von 80 kg, was ihn zum idealen Zugfahrzeug macht.







Innenraum
Das Interieur des A6 allroad inszeniert ein digitalisiertes Bedienerlebnis. Das freistehende, geschwungene Audi MMI Panoramadisplay in OLED-Technologie kombiniert das 11,9 Zoll große Audi virtual cockpit mit dem 14,5 Zoll MMI Touchdisplay. Beifahrer können optional auf ein eigenes 10,9-Zoll-Display zugreifen, das dank Sichtschutz-Technologie das ungestörte Streamen von Videos über Bluetooth-Kopfhörer ermöglicht, ohne den Fahrer abzulenken. Die Sprachbedienung via Audi assistant verfügt über eine integrierte ChatGPT-Software, lernt das Nutzerverhalten eigenständig und kann wiederkehrende Routinen – wie das Aktivieren der Sitzheizung oder das Anheben des Fahrwerks an einer bestimmten Bordsteinkante – vollautomatisch ausführen. Dank des Audi Smartphone Interface lassen sich Medien und Navigation vom Handy nahtlos in beide großen Cockpit-Displays spiegeln.
In puncto Komfort und Individualisierung lässt Audi dem Kunden über die hauseigene Manufaktur Audi exclusive nahezu grenzenlose Freiheit bei der farblichen Gestaltung von Sitzen, Armaturenbrettern und Kontrastnähten. Individualkontursitze mit pneumatischen Wangen, Belüftung und Massagefunktion, eine Vier-Zonen-Klimaautomatik sowie ein Luftqualitätspaket mit Feinstaubsensor garantieren maximales Wohlbefinden. Akustikverglasung für die Seitenscheiben und optimierte Türdichtungen sorgen für eine exzellente Schalldämmung, während das optionale Bang & Olufsen Premium-Soundsystem mit Lautsprechern in den vorderen Kopfstützen einen persönlichen Surround-Sound kreiert. Ein dimmbares Panoramaglasdach ermöglicht zudem den schnellen Wechsel zwischen Helligkeit und vollständiger Verschattung.
Technologisches Highlight bei Nacht ist die Lichttechnik: Die optionalen digitalen Matrix-LED-Scheinwerfer projizieren mittels Mikro-LED-Modulen ein hochauflösendes Orientierungslicht sowie Glätte- und Warnhinweise direkt auf den Asphalt. Die digitalen OLED-Heckleuchten 2.0 kommunizieren als Kommunikationslicht via Symbolik (z. B. Warndreiecke) mit dem nachfolgenden Verkehr und verfügen über eine automatische Annäherungserkennung. Über das MMI lassen sich zudem acht verschiedene Tagfahrlicht- und Schlusslichtsignaturen synchron schalten.
Motorvarianten und Ladetechnik
Zur Markteinführung bietet Audi den A6 allroad in zwei konsequent elektrifizierten Triebwerksvarianten an, die beide serienmäßig an den permanenten Allradantrieb quattro gekoppelt sind:
Audi A6 allroad e-hybrid (Plug-in-Hybrid): Erstmalig in der Modellgeschichte kommt ein teilelektrischer Antrieb zum Einsatz. Hier kooperieren ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 185 kW (252 PS) und eine E-Maschine mit bis zu 105 kW. Das System generiert eine beachtliche Systemleistung von 270 kW (367 PS) sowie ein Gesamtdrehmoment von 500 Nm. Der e-hybrid sprintet in 5,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Kapazität von 25,9 kWh brutto (20,7 kWh netto) und ermöglicht eine rein elektrische WLTP-Reichweite von bis zu 95 Kilometern. Geladen wird das System über den Wechselstrom-Anschluss (AC) mit maximal 11 kW, wodurch ein vollständiger Ladevorgang rund 2,5 Stunden in Anspruch nimmt. Ein intelligentes Hybridmanagement bietet die Modi EV und Hybrid sowie die Option, einen gewünschten Ziellandestand über das MMI festzulegen.
Audi A6 allroad 3.0 V6 TDI (Mild-Hybrid): Der bärenstarke Dreiliter-V6-Diesel leistet 220 kW (299 PS) und stemmt ein brutales Drehmoment von 580 Nm auf die Achsen. Den Standardsprint auf 100 km/h absolviert der Selbstzünder in nur 5,4 Sekunden und wird ebenfalls erst bei 250 km/h elektronisch eingebremst. Audi kombiniert das Aggregat mit der neuen MHEV plus-Technologie. Diese vereint einen Riemenstartergenerator mit einem zusätzlichen Triebstranggenerator, der temporär bis zu 18 kW (24 PS) zusätzlichen Boost liefert und mit bis zu 25 kW rekuperiert. Ein elektrisch angetriebener Verdichter eliminiert das klassische Turboloch bei niedrigen Drehzahlen vollständig, indem er den Ladedruck innerhalb von 250 Millisekunden auf 90.000 Umdrehungen pro Minute hochjagt. In Kombination mit dem Triebstranggenerator sorgt dies für eine spontane Kraftentfaltung, die dem Antritt eines reinen Elektroautos gleicht. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch liegt bei sehr effizienten 5,8 bis 6,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer.
Alle Modelle nutzen ein integriertes, blendingfähiges Bremsregelsystem, bei dem das Bremspedal und die Hydraulik komplett entkoppelt sind. Das System nutzt primär die maximale Rekuperationsleistung der Elektromotoren (bis zu 88 kW beim e-hybrid, bis zu 25 kW beim TDI) zur Verzögerung und schaltet die mechanischen Reibbremsen erst bei starkem Pedaldruck unmerklich und homogen hinzu.
Der Autor
Autos begleiten mich nicht nur – sie prägen mich. Schon früh hat sich bei mir eine tiefe Begeisterung für alles entwickelt, was vier Räder hat. Diese Leidenschaft geht weit über den Alltag hinaus: Motorsport ist ein fester Bestandteil meines Lebens, genauso wie die Faszination für unterschiedlichste Fahrzeugkonzepte – vom kompromisslosen Sportwagen bis hin zum durchdachten Alltagsauto.
Über die Jahre habe ich mir durch zahlreiche Testberichte und praktische Erfahrungen ein fundiertes Verständnis für Fahrzeuge erarbeitet. Ich durfte viele Autos nicht nur kurz bewegen, sondern sie wirklich kennenlernen – auf der Straße, im Alltag und in unterschiedlichsten Situationen. Genau dieser Erfahrungsschatz fließt in meine Inhalte ein.
Danke, dass Ihr meine Leidenschaft teilt und Euch die Zeit nehmt, meine Inhalte zu verfolgen.
Mail: Kontakt@nonstopdriving.eu
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