Kia erweitert die Modellpalette seines in Europa entwickelten und produzierten Einstiegs-Stromers EV2 um eine neue, luxuriöse Topversion: den Kia EV2 Black-Line. Das kompakte B-SUV kombiniert alltagstaugliche Flexibilität mit einem geschärften Lifestyle-Charakter. Die Sonderausführung basiert auf der sportlichen GT-Line, hebt sich jedoch durch exklusive, hochglanzschwarze Designelemente an den Stoßfängern und Fahrzeugseiten sowie schwarze Kia-Logos ab. Der Einstiegspreis für die reichhaltig ausgestattete Black-Line liegt bei 40.890 Euro (UVP). Das Modell kann ab sofort bestellt werden, wobei die Auslieferungen im September starten. Im Preis inbegriffen sind neben der Kia-üblichen 7-Jahre-Herstellergarantie auch acht Jahre Garantie auf die Batterie.
In der Länge misst das Standardmodell des EV2 kompakte 4,06 Meter, während die Black-Line-Ausführung auf 4,605 Meter kommt. Der Stromer rollt serienmäßig auf 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit geometrischem Design. Als Außenlackierung ist Magma-Rot Metallic standardmäßig an Bord. Optional stehen sechs weitere Farbtöne zur Wahl, darunter eine Zweifarb-Lackierung mit schwarzem Dach (für Deluxeweiß Pearl, Wolfgrau und Pentametal) sowie eine Mattlackierung in Ivory Silber Metallic.
Fahreindruck
Obwohl es sich um ein Einstiegsmodell handelt, verspricht Kia für den EV2 Agilität und ausgeprägte Allround-Qualitäten auf der Landstraße sowie der Autobahn. Die Black-Line ist an den größeren Langstreckenakku gekoppelt und leistet 99,5 kW (135 PS). Damit beschleunigt das SUV in 9,7 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h.
Für ein entspanntes und effizientes Vorankommen sorgt das serienmäßige intelligente Rekuperationssystem Plus (Smart Regenerative System Plus). Das System wertet Navigations- und Routeninformationen in Echtzeit aus, um die Bremskraft und Geschwindigkeit vor Kurven, Kreuzungen, Kreisverkehren oder bei geänderten Tempolimits automatisch anzupassen. Im Idealfall muss der Fahrer das Bremspedal dadurch nicht mehr selbst betätigen. Seine Alltagstauglichkeit untermauert das kompakte SUV zudem mit einer Freigabe für den Anhängerbetrieb bei einer gebremsten und ungebremsten Anhängelast von jeweils 750 kg. Dass die Reichweitenangaben der Plattform verlässlich sind, bewies der EV2 kürzlich beim norwegischen „El Prix“-Reichweitentest, wo er seine WLTP-Vorgabe unter Alltagsbedingungen um bis zu 5,4 Prozent übertreffen konnte.
Platzangebot
Trotz kompakter Außenmaße bietet der EV2 dank der optimierten Elektro-Plattform ein Raumangebot, das im Fond bei der Beinfreiheit Spitzenwerte im Segment erzielt. Neben der Serienausstattung als klassischer 5-Sitzer mit fester Rückbank und einem Kofferraumvolumen von 362 Litern ist optional auch eine viersitzige Variante erhältlich. Diese verfügt über zwei verschiebbare Einzelsitze in der zweiten Reihe, deren Rückenlehnen sich zudem in der Neigung verstellen lassen, wodurch das Kofferraumvolumen im Standardzustand auf bis zu 403 Liter anwächst. Beide Werte verstehen sich inklusive eines praktischen Ablagefachs im Gepäckraumboden. Wird die Rückbank komplett umgeklappt, stößt das Ladevolumen des B-SUVs bereits in die Regionen des größeren C-Segments vor. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerbsumfeld ist zudem der 15-Liter-Frunk unter der vorderen Haube, der zusätzlichen Stauraum für kleinere Gegenstände bietet.
Innenraum
Der Innenraum der Black-Line ist passend zum Namen ganz in Schwarz gehalten und verfügt über einen schwarzen Dachhimmel, Alu-Pedale sowie ein Sportlenkrad. Die Sitze sind mit einer hochwertigen Ledernachbildung bezogen, wobei der Fahrersitz elektrisch einstellbar ist. Eine effektive Geräuschdämmung sorgt für ein leises und komfortables Fahrgefühl. Gegen Aufpreis lässt sich das Interieur mit einer dynamischen Ambientebeleuchtung und einem Glasdach inklusive elektrischem Schiebedach aufwerten. Das technologische Herzstück bildet das aus den größeren Kia-Modellen bekannte, dreigeteilte Panoramadisplay. Dieses setzt sich aus zwei jeweils 31,2 cm (12,3 Zoll) großen Bildschirmen für das digitale Kombiinstrument und das ccNC-Infotainmentsystem zusammen, ergänzt durch einen separaten Touchscreen zur Klimasteuerung.
Smartphones lassen sich über Android Auto und Apple CarPlay vollständig kabellos integrieren. Über das ccNC-System und den Kia Connect Store stehen zudem hochentwickelte On-Board-Funktionen wie ein KI-Assistent, Online-Navigation, In-Car-Payment sowie Video- und Musikstreaming zur Verfügung. Over-the-Air-Updates (OTA) für Fahrzeug- und Infotainmentsoftware sind im Basispaket enthalten und für sieben Jahre kostenlos nutzbar. Für die akustische Untermalung sorgt ein Premium-Soundsystem von Harman/Kardon.
Auch bei den Sicherheitsfeatures bietet die Topversion Oberklasse-Technologie. Serienmäßig an Bord sind unter anderem der Autobahnassistent 2.0 mit Spurwechselunterstützung, eine navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion, ein aktiver Totwinkelassistent sowie ein Frontkollisionswarner mit Abbiege-, Quer- und Gegenverkehrerkennung. Optional können eine Rundumsichtkamera und ein fernbedienbarer Parkassistent geordert werden.
Motorvarianten und Ladetechnik
Der Kia EV2 basiert auf der hochentwickelten E-GMP-Plattform (Electric Global Modular Platform) des Konzerns, deren kostenoptimierte 400-Volt-Version hier zum Einsatz kommt. Eine hocheffiziente Wärmepumpe zur Innenraumklimatisierung gehört bei der Black-Line zur Serienausstattung. Innerhalb der EV2-Familie stehen zwei Batteriegrößen zur Auswahl. Der Standard-Akku mit 42,2 kWh bietet eine WLTP-Reichweite von bis zu 317 Kilometern und ist für die Linien Light, Air und Earth verfügbar. Der Langstrecken-Akku mit 61 kWh ist hingegen serienmäßig in der GT-Line sowie der neuen Black-Line verbaut und ermöglicht eine praxisgerechte Reichweite von bis zu 418 Kilometern.
An einer DC-Gleichstrom-Schnellladesäule lässt sich der 61-kWh-Akku in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Beim Laden mit Wechselstrom (AC) unterstützt der EV2 als erstes Kia-Modell überhaupt neben dem standardmäßigen 11-kW-Lader optional einen schnelleren 22-kW-AC-Lader, was die Standzeiten an städtischen Ladesäulen oder der heimischen Wallbox drastisch verkürzt. Ein weiteres Highlight ist die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Über eine Steckdose im Fond oder mittels eines Adapters am äußeren Ladeanschluss können externe 230-Volt-Geräte unkompliziert mit Strom versorgt werden. Zudem verfügt das Fahrzeug über eine V2X-Hardware-Vorbereitung für bidirektionales Laden. Unterwegs erhalten Fahrer über den Ladeservice Kia Charge Zugang zu über 1,1 Millionen Ladepunkten in Europa.
Der Autor
Autos begleiten mich nicht nur – sie prägen mich. Schon früh hat sich bei mir eine tiefe Begeisterung für alles entwickelt, was vier Räder hat. Diese Leidenschaft geht weit über den Alltag hinaus: Motorsport ist ein fester Bestandteil meines Lebens, genauso wie die Faszination für unterschiedlichste Fahrzeugkonzepte – vom kompromisslosen Sportwagen bis hin zum durchdachten Alltagsauto.
Über die Jahre habe ich mir durch zahlreiche Testberichte und praktische Erfahrungen ein fundiertes Verständnis für Fahrzeuge erarbeitet. Ich durfte viele Autos nicht nur kurz bewegen, sondern sie wirklich kennenlernen – auf der Straße, im Alltag und in unterschiedlichsten Situationen. Genau dieser Erfahrungsschatz fließt in meine Inhalte ein.
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